Vernissage am 14.03.2015

Vielen lieben Dank allen Besuchern auf der Vernissage für euer Interesse! Soweit ich das mitbekommen habe, gab es interessante Gespräche und erhellende Eindrücke. Wer sich die Ausstellung noch (einmal) anschauen möchte, der hat bis zum 11. April dazu Gelegenheit im Studio_61. Terminvereinbarung unter 069-71675826 oder studio@sandweg61.de

Standard

Kunstausstellung: EVAs Weg

Das Studio61 in Frankfurter Nordend zeigt künstlerische Arbeiten von Ahang Nakhaei (Kollage, Gedicht, Installation), Julia Kellerbrandt (Malerei, Fotografie, Mixed Art) und Helmut Warnke (Fotografie, Digitalart, Text). Die Werke der gebürtigen Iranerin Ahang Nakhaei zeigen auf spannende Weise die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen, sowie das Selbstverständnis einer jungen Frau, die sich trotz aller Widerstände nicht verstecken will. Julia Kellerbrandt, als junge Frau durch und durch im 21sten Jahrhundert angekommen, setzt sich für diese Ausstellung mit Frauendarstellungen von der Vergangenheit bis heute auseinander. Die daraus abgeleiteten und neu entstandenen Bilder sind mal bildhaft konkret oder auch abstrakt. Helmut Warnke studierte Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Der Ausstellungstitel ist abgeleitet von seiner Werkreihe „Eva´s way“ welche Warnke schon seit geraumer Zeit fortlaufend erweitert – ein Beweis dafür, dass auch männliche Zeitgenossen in einer tiefe Auseinandersetzung mit dem Thema Weiblichkeit gehen. Die Gruppenausstellung „Eva´s Weg“ zeigt drei zeitgenössische Positionen zum Thema „Frau sein“.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, den 14.03.2015 im Rahmen einer Vernissage für geladene Gäste und ist zu sehen bis zum 11. April 2015.

Standard
Photographer-studio-1893

Shooting im Studio 61

Nicht die sieben Zwerge, sondern sieben mutige und unerschrockene Frauen waren an diesem Wochenende zum ersten EVA-Shooting im Studio 61. Gerade eben habe ich mir die Rohdaten angesehen – Mädels, ihr ward spitze! Die fertigen Arbeiten gibt es dann in der Ausstellung im März zu sehen. Vor etwa einer Woche hatte ich Modell-Aufrufe über Facebook gestartet und bin echt erstaunt, wie gut das geklappt hat. Alle, die zugesagt hatten, waren tatsächlich da. Vielen Dank dafür, und dass ich Euch kennen lernen durfte. Ich liebe das 21ste Jahrhundert und seine Möglichkeiten von Austausch und Interaktion. Ein Hoch auf das unkontrollierbare Chaos – Hip Hip…

Eure Julia

Standard
Anna Lea Merrit, 1885

Bibellektüre: Der Sündenfall

Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.

Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.

Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben. Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

Standard
Helmut Warnke

Maler mit Kamera

Ein Grundanliegen für mich ist, dass ich versuche, die Malerei mit der Fotografie zu verbinden. Doch dabei sehe ich mich als Maler und nicht als Fotograf. Meine sehr lange Erfahrung als Maler ist die Grundlage meiner Werke.

Helmut Warnke

Helmut Warnke

Ich versuche mit den heutigen technischen Möglichkeiten auf Wurzeln zu verweisen, die zum Teil universell in der Kunst vertreten sind. Gerade in meiner abstrakten, zum Teil minimalistischen Ausdrucksform suche ich diese Verbindung. Doch parallel entstehen Bildserien, die zum Teil gegenständliche Bildelemente als Basis haben, wie z.B. die Serien: Dialog with a landscape oder Eva`s way.

Helmut Warnke

Helmut Warnke

Helmut Warnke

Für mich bewegt sich die Kunst zwischen zwei Polen: Auf der einen Seite der Fotorealismus und auf der anderen Seite die absolute Gegenstandslosigkeit, die das heutige Spektrum der Kunst begrenzen und den Raum für künstlerische Ausdrucksformen geöffnet haben.

Fotos sind für mich ein Archiv der Erinnerungen, aus dem das Neue schöpft.

Helmut Warnke, Februar 2015

Standard
wpid-wp-1422969995784.jpeg

Frauenbilder im Laufe der Jahrhunderte

Schaut man sich Frauendarstellungen an, so fällt auf, dass Körperliches und  Erotisches oft im Vordergrund steht. Mal scheu und mal selbstbewusst kommen die dargestellten Frauen daher. Haben Spiegel in der Hand, oder sind gerade bei ihrer Morgentoilette…  Selbst Gerhard Richter (eines meiner großen Idole) zeigt Frau am Wäscheständer. Und Maurizio Cattelan treibt in einer Fotografie von Pierre Paulo Ferrari die Verknüpfung von Erotik und Hausarbeit gar auf die Spitze. Auch auffallend ist, dass sich zumindest das äußerliche Erscheinungsbild afghanischer Frauen seit 1920 so gut wie gar nicht verändert hat.

image

image

image

image

Die Reise auf Evas Weg ist angetreten…  Lasst uns schauen und überrascht werden, wo dieser Weg hinführt.

Eure Julia

Standard